Wer sich mit einer quietschfidelen Kinderschar auf den Weg in die Berge macht, trägt Verantwortung – und muss an tausend Dinge denken. Deshalb finden Sie hier sehr viele wichtige, nützliche und auch zeitsparende Tipps, Links und Anregungen, damit das Vergnügen jederzeit im Vordergrund steht.
Im Schneesportlager können Schülerinnen und Schüler:
Mobilesport.ch, initiiert von Bundesamt für Sport BASPO, ist die Plattform für Sportunterricht und Training. Die Monatsausgabe vom Oktober 2019 befasst sich vollumfänglich zum Thema Schneesportlager und beinhaltet organisatorische Aspekte, Programminputs wie auch sicherheitsspezifische Themen. Als pdf oder auch online verfügbar – eine wirklich vollumfängliche und nützliche Hilfe zur Organisation von Schneesportlagern.
mobilesport Monatsthema Winterlager (online)
mobilesport Monatsthema Winterlager (pdf)
Unter dem Titel Schneesportlager leiten hat das Bundesamt für Sport BASPO in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Sport Magglingen EHSM eine Broschüre erstellt. Diese beinhaltet diverse Checklisten vom Rekognoszieren über die Lagergestaltung bis hin zu den Aufgaben der Lagerleitung während des Lagers.
Schneesportlager leiten (pdf)
Mit der Plattform von GoSnow vereinfacht sich vor allem der organisatorische Teil in der Zieldestination. Mit einer Buchung sind alle Bestandteile vor Ort reserviert (Unterkunft, Verpflegung, Bergbahntickets, Mietmaterial und optional Schneesportlehrer).
Checkliste mit vereinfachter Organisation über GoSnow
1 Jahr vor dem Lager
6 Monate vor dem Lager
2 Monate vor dem Lager
1 Monat vor dem Lager
3 Wochen vor dem Lager
Sportprogramm
Tagesablauf
Schlechtwettermöglichkeiten
Organisation im Leiterteam
Informationen an die Teilnehmenden
Vorbereitungen im Unterricht
Budget
Die Verpflegung ist ein anspruchsvoller Bestandteil eines Lagers. Einerseits sollen die Gerichte ausgewogen und gesund sein, andererseits aber auch machbar für die Küchenequipe. Für die Menuplanung sollte zudem im Vorfeld geklärt werden, ob die Kinder in der Klasse unter Allergien leiden, sich Vegetarisch oder Vegan ernähren oder kulturell bedingte Essgewohnheiten haben.
In der Ausgabe Schneesportlager von mobilesport.ch sind hilfreiche Informationen zur Ernährung, Menupläne mit Rezepten sowie ein Einkaufsplaner enthalten:
Wann ist was am Besten (pdf)
Menuplan inklusive Rezepte V1 (pdf)
Menuplan inklusive Rezepte V2 (pdf)
Weitere Rezepte (pdf)
Rezepte vegetarisch (pdf)
Einkaufsplaner (.xls)
Unser Partner und Mitglied Gorilla setzt sich mit dem Gorilla Schulprogramm für einen gesunden, nachhaltigen und inspirierenden Schulalltag ein.
Swiss Snowsports, der Dachverband der Schweizer Skischule, bietet im online Webshop diverse Lehrmittel zu den verschiedenen Schneesportarten an.
Auf mobilesport.ch stehen zahlreiche Übungen, Lektionen und Tests zu den verschiedenen Schneesportarten kostenlos zur Verfügung. Die Filterfunktionen ermöglichen einen schnellen Zugriff auf Material das dem Alter und Niveau Ihrer Klasse entspricht.
Weitere Lehrmittel
Dank der Zusammenarbeit mit sportnetzwerk.ch, der grössten Job- und Fachpersonenplattform im Schweizer Sport, wird die Suche nach Schneesportleiterinnen und -leitern vereinfacht.
Lehrpersonen können gratis Inserate für ihr Schneesportlager aufgeben und Dank einer cleveren Suchfunktion gezielt nach den nötigen Fachpersonen suchen.
Suchen Sie gezielt nach J+S-Leiter:innen, um die Qualität des Schneesportunterrichts zu gewährleisten und J+S-Lagerbeiträge generieren zu können.
Mehr Informationen zu Jugend+Sport erfahren Sie hier oder fragen Sie den J+S-Coach an Ihrer Schule oder in der Gemeinde.
Ski- und Snowboard fahren sind körperlich anspruchsvolle Sportarten. Eine gute körperliche Verfassung kann das Risiko von Stürzen und Verletzungen mindern. Die Suva hat ein Übungsprogramm als Präventivmassnahme und Vorbereitung für den Schneesport zusammengestellt. Diese Übungen lassen sich auch im Turnunterricht einbinden.
Das Aufwärmen eignet sich um die Schüler ab zu holen und ihre Konzentration wie auch die Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden Schneetag zu lenken. Es soll den Kreislauf in Schwung bringen, aber auch Spass machen. Wärmen Sie sich nicht nur am Morgen auf, sondern auch nach längeren Pausen oder bei tiefen Temperaturen. Gehen Sie die ersten Abfahrten langsam an und fahren Sie gemütlich. Planen Sie die Abfahrten entsprechend dem Fahrniveau der Gruppe und informieren Sie die Teilnehmer über die jeweilige Piste und was sie auf der nächsten Abfahrt erwarten wird.
Gondelbahn/Sessellift
Schliessen Sie die Sicherheitsbügel bzw. die Türe. Sitzen bzw. stehen Sie während dem Transport ruhig und warten Sie im Falle eines Stillstandes auf die Anweisungen des Bahnpersonals. Kinder unter 1.25 m Körpergrösse müssen zwingend durch eine erwachsene Person begleitet werden. Während der Fahrt ist das Schaukeln verboten. Unterwegs nie frühzeitig selbst ab- bzw. aussteigen.
Schlepplift
Snowboarder lösen das hintere bein aus der Bindung. Skifahrer tragen die Skistöcke in der Aussenhand. Wenn Sie beim Aufstieg stürzen, verlassen Sie sofort die Fahrspur. Während des Aufstiegs ist es verboten Slalom zu fahren. Sie bleiben stehen und lassen sich ziehen. Es ist nicht erlaubt auf den Bügel zu sitzen.
Üben Sie mit Anfängern vorgängig das Liftfahren mit Stöcken im flachen Gelände.
Nehmen Sie eine Notfallapotheke mit auf die Piste. Zählen Sie die Teilnehmer und überprüfen Sie regelmässig die Vollständigkeit der Gruppe. Geben Sie immer den nächsten Besammlungsort als Orientierungshilfe bekannt. Überlegen Sie sich vorgängig wo welche Übungen durchgeführt werden sollen und benützen Sie für jene möglichst wenig befahrene Abschnitte oder übersichtliche Pisten ohne Kreuzungen.
Auf den Pisten und im Park gelten die FIS- sowie die Snowpark Regeln.
Mit dem Thema Sicherheit im Schneesport hat sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ausführlich befasst und Sicherheitsregeln für die diversen Schneesportarten entwickelt und veröffentlicht. Weitere Informationen sowie die Unterrichtsblätter „Ski und Snowboard“ zur Vorbereitung finden Sie hier:
Die Kleidung soll zweckmässig sein und den aktuellen Temperaturen angepasst werden können. Daher empfiehlt sich auch im Schneesport das bewährte Zwiebelprinzip. Dieses Prinzip basiert auf einer Transportschicht, der Wärmeschicht und abschliessend der Isolationsschicht.
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Wintersportbekleidung mieten statt kaufen – eine echte Alternative. Outdoor Service bietet genau das.
Schulklassen können hier zu speziellen Konditionen Bekleidung mieten.
Die Schutzausrüstung soll Verletzungen vorbeugen/vermindern, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Sie umfasst Helm, Brille, Handgelenkschutz und Rückenprotektor (optional, v. a. abseits der Pisten oder im Snowpark).
Schneesport- oder Sonnenbrille
Das Tragen einer Brille ist beim Schneesport unverzichtbar. Durch die Reflexion der Sonne im Schnee verdoppelt sich die UV-Belastung. Geeignet sind gut belüftete Schneesport- oder Sonnenbrillen mit UV-Schutz:
Helm
Handgelenkschutz für Snowboarder
Rückenprotektoren (optional)
Das verwendete Material leistet einen wichtigen Beitrag für eine sichere Fahrt auf den Pisten. Folgende Aspekte sollten bezüglich der Skis oder dem Snowboard beachtet werden.
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Intersport Schweiz und die Intersport Händler in den Destinationen unterstützt Schulen mit speziellen Preisen für Mietmaterial für Schneesportlager oder -tage. Hier profitieren.
Die Lehrkräfte haben gegenüber ihren Schulkindern eine Obhutspflicht und sind für die psychische und physische Unversehrtheit der ihnen Anvertrauten Kinder verantwortlich. Dies Verlangt potenzielle Risiken und Gefahren zu erkennen, vorausschauend zu entschärfen und aktiv zu bekämpfen. Diese Verantwortlichkeit kann nicht delegiert werden. In Lagern haftet die Lehrperson für die Handlungen der Hilfsleiter in gleicher Weise, wie wenn er / sie selber vorgenommen oder unterlassen hätte.
Für Schadenfälle bei schulischen Veranstaltungen während der obligatorischen Schulzeit, haftet der Schulträger. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Lehrperson ist der Schulträger jedoch berechtigt auf die Lehrkraft Regress zu nehmen. Hat die Lehrperson Hilfskräfte beigezogen, so wird für eine mögliche Schadenersatzbeteiligung beurteilt, ob diesen Hilfskräften gegenüber, die Pflichten wahrgenommen wurden. Hierfür gelten folgende Kriterien:
Grundlegende Voraussetzungen für die Erfüllung der Obhutspflicht / Vorkehrungen für ein Schneesportlager
Die Schule haftet nicht für Unfälle ausserhalb des Schulbetriebs. Beispiel: Ein Schüler bricht sich auf der Skipiste, die er nach seinem Fahrkönnen und unter Beachtung der nötigen Vorsichtsmassnahmen bewältigen kann, das Bein. Die Unfallversicherung deckt die Heilungskosten, die Schule wird aber nicht für allfällige weitere Aufwendungen aufkommen. Wenn der Lehrer aber eine offensichtlich zu schwere Piste wählt oder seine Aufsichtspflicht vernachlässigt, sieht die Situation anders aus.
Die Finanzierung von Schullagern ist auf kantonaler und kommunaler Ebene sehr individuell geregelt. Finanzielle Mittel für ein geplantes Lager müssen durch die Schulleitung im Budget aufgenommen werden. Dieses wird dann auf kommunaler Ebene geprüft. In der Regel werden die Kosten für eine Lagerteilnahme mit einem Anteil der Schule und einem Elternanteil gedeckt. Die Höhe des maximalen Elternbeitrages ist normalerweise im Schulreglement geregelt.
Falls Eltern mit niedrigem Einkommen den Beitrag nicht finanzieren können, gibt es in den meisten Fällen die Möglichkeit bei der Schule, Gemeinde oder dem Sozialamt einen Unterstützungsantrag zu stellen.
Ein Lager nach J+S Standards durchzuführen ist einerseits eine Qualitätssicherung aber auch eine Finanzierungsmöglichkeit.
Wenn ein Schneesportlager den J+S Anforderungen entspricht und bei J+S angemeldet wird, kann ein zusätzlicher Beitrag pro Kind und Tag von CHF 16.- erwirkt werden.
Informieren Sie sich beim J+S Coach Ihrer Schule oder beim Kantonalen Sportamt.
Durch begrenzte Gemeindebeiträge und begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten der Eltern, sind selbst preisgünstige Schneesportaktivitäten für gewisse Gemeinden und Schulen, resp. für die Eltern der Schulkinder nicht tragbar. Gemeinsam mit der Stiftung «Freude herrscht» hat die Schneesportinitiative den Fonds für Härtefälle ins Leben gerufen. Er soll Unterstützung bieten für Schulen in finanzschwachen Gemeinden, welche budgetbedingt keine Schneesportaktivität durchführen können oder durch spezielle Umstände über zu wenig Budget verfügen, um ein Schneesportlager oder einen Schneesporttag durchzuführen.
Reglement „Fonds für Härtefälle“
Online Antragsformular „Fonds für Härtefälle“
Stiftung «Freude herrscht»
Im Andenken an Mathias Adolf Ogi wurde die Stiftung «Freude herrscht» gegründet. Mit dem Ziel, Mathias‘ Tugenden Lebensfreude, Leistungsfähigkeit, Durchhaltewille, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft an kommende Generationen weiter zu vermitteln.
«Freude herrscht» unterstützt Programme, die bei Kindern ein gesundes Selbstbewusstsein und körperliche Leistungsfähigkeit fördern.
Beim Crowdfunding werden Projekte durch eine Vielzahl von Menschen finanziert. Auf der digitalen Plattform können Sie ein Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung Ihres Klassenlagers starten und so auf unkomplizierte und moderne Art Spenden sammeln. Nebst Geldspenden gibt es auch die Möglichkeit Material- und Zeitspenden (Helfer) zu erfassen. Die Plattform wird kostenlos von Raiffeisen zur Verfügung gestellt.